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Kernkraftwerksfernüberwachung Schleswig-Holstein - Erläuterungen - Reaktortypen |
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Kernkraftwerke |
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Siedewasserreaktor |
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Druckwasserreaktor |
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Kernkraftwerke in Schleswig-Holstein: |
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| Kernkraftwerk Brunsbüttel |
| Betreiber |
Kernkraftwerk Brunsbüttel GmbH & Co. oHG
Otto-Hahn-Straße 25541 Brunsbüttel |
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| Reaktortyp |
Siedewasserreaktor |
| Nettoleistung |
771 Megawatt |
| Inbetriebnahme |
1976 |
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Kernkraftwerk Brokdorf |
| Betreiber |
E.ON Kernkraft GmbH
25576 Brokdorf |
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| Reaktortyp |
Druckwasserreaktor |
| Nettoleistung |
1.410 Megawatt |
| Inbetriebnahme |
1986 |
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Kernkraftwerk Krümmel |
| Betreiber |
Kernkraftwerk Krümmel GmbH & Co. oHG
Elbuferstraße 82 21502 Geesthacht |
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| Reaktortyp |
Siedewasserreaktor |
| Nettoleistung |
1.346 Megawatt |
| Inbetriebnahme |
1983 |
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Reaktortypen |
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Siedewasserreaktor |
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Die Brennelemente [4], die Urandioxid enthalten, befinden sich in dem zu etwa zwei Dritteln mit Wasser gefüllten Druckbehälter [3]. Das Wasser strömt von unten nach oben durch den Reaktorkern und führt die in den Brennstäben entwickelte Wärme ab. Ein Teil des Wassers verdampft. Nach einer Dampf-Wasser-Trennung im oberen Teil des Druckbehälters wird dieser Sattdampf mit einer Temperatur von circa 286 Grad Celsius und einem Druck von circa 71 bar direkt der Turbine [9],[10] zugeführt. Die Turbine ist mit einem Drehstromgenerator [11] gekoppelt. |
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Das im Druckbehälter nicht verdampfte Wasser fließt in den Ringraum zwischen Druckbehälter und Reaktorkern wieder nach unten, wo es sich mit dem aus dem Kondensator [12] zurückgepumpten Speisewasser vermischt. Die im Druckbehälter vorhandenen Pumpen [2] wälzen das Kühlmittel um. |
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Der aus der Turbine austretende Dampf wird im Kondensator verflüssigt. Dazu sind zum Beispiel im Kernkraftwerk Krümmel pro Stunde 205.000 Kubikmeter Kühlwasser erforderlich, die der Elbe entnommen werden. Das Speisewasser wird durch die Vorwärmeinrichtung [15] auf eine Temperatur von 215 Grad Celsius gebracht und dem Reaktor wieder zugeführt. |
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Die Steuerstäbe [5], die neutronenabsorbierendes Material enthalten, werden im Normalbetrieb herausgezogen. Bei einer Schnellabschaltung werden sie hydraulisch eingefahren. Durch die Nutzung von Druckspeichern ist dafür keine Hilfsenergie notwendig. |
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Aus dem Sicherheitsbehälter führen die Rohrleitungen nach außen in das Maschinenhaus. Da der Dampf nicht frei von radioaktiven Verunreinigungen ist, muss auch das Maschinenhaus in den Strahlenschutzbereich einbezogen sein. |
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Druckwasserreaktor |
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Durch das Wasser im Druckbehälter [1] wird die in den Brennelementen [2] erzeugte Wärme abgeführt. Damit das Wasser nicht zum Sieden kommt, steht der Hauptkühlkreislauf unter einem Druck von 157 bar. Dazu dient der Druckhalter [5]. Das Kühlmittel tritt mit einer Temperatur von 291 Grad Celsius in den Reaktor ein und verlässt ihn mit einer Temperatur von 328 Grad Celsius. |
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Das erhitzte Wasser gibt seine Wärme in Dampferzeugern [6] an das Wasser im Sekundärkreislauf ab. Dabei verdampft das Sekundärkreiswasser aufgrund seines niedrigen Drucks und der hohen Temperatur. Durch das Zweikreissystem wird erreicht, dass die im Reaktorkühlmittel auftretenden radioaktiven Stoffe auf den Primärkreislauf begrenzt bleiben und nicht in die Turbinen und den Kondensator gelangen. |
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Mit Hilfe des Dampfes wird eine Turbine mit Hoch- und Niederdruckteil [9],[10] betrieben, an die ein Drehstromgenerator [11] gekoppelt ist. |
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Im Kondensator [12] wird der aus der Turbine austretende Dampf wieder verflüssigt und über eine Vorwärmeinrichtung [15] in den Dampferzeuger zurückgeleitet. |
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Für schnelle Steuervorgänge können die Steuerstäbe [3] ganz oder teilweise in den Reaktorkern eingefahren bzw. herausgezogen werden. Bei einer Schnellabschaltung werden die Steuerstabantriebe [4] ausgeschaltet und die Steuerstäbe fallen durch ihr Gewicht in den Kern ein. Für langsame bzw. langfristige Regelvorgänge wird Borsäure als Neutronenabsorber dem Reaktorkühlwasser zugesetzt. |
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